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Mittwoch, 27.10.2010:

Der Streit um das Bordell im Haus Krienbrücke eskaliert

Der Streit um das Bordell im Haus Krienbrücke eskaliert: Der Besitzer gibt an, er werde mit dem Tod bedroht, weil er den Puffbetreiber rauswerfen möchte.

Vor zehn Jahren hat Max Willi das Wohn- und Geschäftshaus Krienbrücke in Luzern dem bekannten Milieukönig Urs W. Gehrig vermietet. Knapp drei Jahre später gerieten sich die beiden Parteien wegen einer Bauabrechnung in die Haare. In der Folge kündigte Willi erstmals den Vertrag. Seither wehrt sich Gehrig mit allen ­juristischen Mitteln gegen einen Auszug. Letztmals erhielt er vor zwei Wochen vor der Schlichtungsbehörde für Miete und Pacht des Kantons Luzern Recht. Darüber ärgert sich Willi: «Obwohl Gehrig gegen mich und mein Umfeld immer ­wieder Todesdrohungen ausspricht, gewichten die Behörden das Mietrecht höher als unsere Sicherheit.» Die Schlichtungsstelle schrieb dazu, dass die Vor­würfe nicht in ihre Zuständigkeit fallen.

Gehrig bestreitet die Drohungen. «Max Willi hat die Drohungen erfunden. Der gute Mann ist nur sauer, weil er vor Gericht verloren hat.» Wie dem auch sei: Weil Max Willi die Schlichtungsbehörde auf die angeblichen Morddrohungen schriftlich aufmerksam machte, wurde für die Verhandlung aus Sicherheitsgründen die ­Luzerner Polizei aufgeboten.

Vertreten wird der Milieu­könig vom Emmer Anwalt Thomas Willi (nicht verwandt mit Max Willi). Thomas Willi ist ausserdem Gemeindepräsident und sitzt für die CVP im Kantonsrat. Er sieht in seinem Mandat kein Problem: «Ich führe lediglich meine Arbeit in einem Mieterstreit nach bestem Wissen und Gewissen aus.» Von Morddrohungen gegen den Vermieter und sein Umfeld wisse er nichts.



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