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Mittwoch, 22.06.2011:

Ex Geschäftsführer vom Sauna Club Sakura verurteilt

Der frühere Geschäftsführer des Limmattaler Sauna-Clubs Sakura muss von einer 14-monatigen Freiheitsstrafe ein halbes Jahr hinter Gittern absitzen.


Die Tatmotive des vermeintlich biederen Dietiker Familienvaters waren ausgerechnet eine schwere Kokainsucht und die kostspielige Beziehung zu einer attraktiven Sexarbeiterin. Allerdings hatte sich der heute 39-jährige Schweizer die Suppe selber eingebrockt. Nach einer langjährigen seriösen Tätigkeit als Treuhänder stieg er nach einem ersten grösseren Wirtschaftsdelikt aus eigenem Willen in das Sex-Milieu ein.

Bordell-Einnahmen veruntreut

Im Januar 2007 übernahm er im Sex-Sauna-Club Sakura in Oberengstringen eine Stelle als Geschäftsführer. Bereits ein Jahr später zweigte der Kadermann die ersten Bordell-Einnahmen in die eigenen Taschen ab. Als die Unregelmässigkeiten Ende 2008 ans Licht kamen, hatte er bereits 91 700 Franken veruntreut. Die Gelder waren weg. Er hatte sie für Drogen und seine Gespielin verpulvert.

Sechs Monate absitzen

Da der erwischte Langfinger ein umfassendes Geständnis abgelegt, lag im letzten Oktober am Bezirksgericht Dietikon ein rechtlich einfacher Fall vor. Der Schweizer Beschuldigte wurde wegen mehrfacher Veruntreuung sowie Drogenkonsums zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten verurteilt. Umstritten war nur noch die Bewährungsfrage. Während die Staatsanwaltschaft auf umfassend unbedingt plädierte, setzte sich die Verteidigung für den Aufschub des gesamten Strafvollzugs ein. Der Rechtsanwalt verwies auf den heute anständigen Lebenswandel seines geläuterten Klienten. Das Dietiker Gericht schlug trotzdem einen Mittelweg ein und schob acht Monate der Sanktion auf. Sechs Monate sollte der vorbestrafte Täter jedoch absitzen.

Urteil jetzt rechtskräftig

Am Dienstag wollte der Beschuldigte am Zürcher Obergericht seine Anträge erneuern. Allerdings kam es nicht mehr so weit. Wie die Kanzlei mitteilte, hat der Dietiker seine Berufungsanträge kurz vor der Verhandlung überraschend zurückgezogen. Die Gründe für den Rückzieher sind unbekannt. Damit erwuchs der Dietiker Entscheid gestern in Rechtskraft. Was bedeutet, dass auf den zweifachen Vater in absehbarer Zeit das Gefängnis wartet.

http://www.20min.ch/news/zuerich/story/19718308




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