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Freitag, 09.07.2010:
Keine Bordell-Lichterketten mehr
Bordelle sollen in Winterthur nicht mehr mit roten Lämpchen werben dürfen – der Ruf der Stadt leide. In Zürich sieht man das gelassener.
Der Winterthurer Stadtrat macht dem Sexgewerbe einen Strich durch die Rechnung: Künftig müssen Bordellbetreiber in Winterthur ein Baugesuch für rote Lämpchen an Hausfassaden einreichen, wie der «Landbote» schreibt. Eines der ersten Etablissements, das diese neue Regelung betrifft, ist das umstrittene Bordell Heisse Tina an der Zürcherstrasse 308. In der Baubewilligung steht: «Reklameanlagen für das Erotikstudio müssen zurückhaltend gestaltet sein. Visuell aufdringliche Anlagen wie etwa rote Lichterketten werden nicht bewilligt.» Stadtrat Michael Künzle (CVP) erklärt: «Im Auge haben wir vor allem diese roten, auffälligen Lichterketten an Bordellhäusern.» Andere Gewerbe müssen für ihre Aussenwerbung schliesslich auch eine Bewilligung einholen. Künzle sagt: «Die roten Lichter verursachen zudem einen Imageschaden für Winterthur.»
In der Stadt Zürich gibt es ebenfalls Etablissements mit roten Lichtern – etwa das Petit Fleur in Wollishofen – doch man sieht darin keine Probleme: «Wo eine Nutzung als Erotik-Etablissement gestattet ist, dürfen die Betreiber auch Werbung machen, sofern diese im gesetzlichen Rahmen ist», sagt Rolf Vieli, Leiter des Projekts Rotlicht. Im Moment bestehe jedenfalls kein Handlungsbedarf. «Bordelle machen vor allem auf dem Land oder bei Autobahn-Ausfahrten mit Lichtern auf sich aufmerksam – in der Stadt haben sie das weniger nötig.»
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