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Mittwoch, 06.10.2010:
Neue Regeln für das Sexgewerbe
Der Stadtzürcher Strichplan wird erneuert und eine neue Prostitutionsgewerbeverordnung erarbeitet. Mit diesen und anderen Massnahmen will die Stadt die Prostituierten selbst schützen und die Bevölkerung vor unangenehmen Begleiterscheinungen bewahren.
(sda/ak.) Polizeivorstand Daniel Leupi (Grüne) hat sich in den vergangenen Wochen ein Bild gemacht über die Situation des Strassenstrichs in Zürich und in anderen europäischen Städten. Nun hat er ein Massnahmenpaket beschlossen, das «eine quartierverträgliche Ausübung des Prostitutionsgewerbes» ermöglicht, wie es in einer Mitteilung des Polizeidepartementes vom Dienstag heisst.
Schutz vor Gewalt
Zu den Massnahmen gehören einerseits die Erneuerung des Zürcher Strichplans und eine Neuregelung der einschlägigen Gewerbeverordnung. Anderseits sollen Gesundheitsförderung und soziale Unterstützung der Prostituierten verbessert werden. Unter anderem sollen Sozialarbeiter mithelfen, die Prostituierten vor gewalttätigen Freiern zu schützen und sie auf Beratungsangebote hinzuweisen, wo ihre gesundheitliche und soziale Situation verbessert werden soll. Auch will man Ausstiegswilligen die nötige Unterstützung bieten, heisst es in der Mitteilung der Stadt weiter.
Vielleicht auch «Verrichtungsboxen»
Bei der Überarbeitung des Strichplans sollen verschiedene Konzepte und Areale geprüft werden. Auch die Möglichkeit, «mit besonderen Einrichtungen die Situation zu entschärfen», wird geprüft. Damit wird auf eine Einrichtung verwiesen, die in Deutschland mit dem unglaublichen Begriff «Verrichtungsboxen» bedacht wird.
Wie immer entschieden wird, die Strichzone am Sihlquai wird noch während einiger Zeit in Betrieb sein. Die Stadt will mit geeigneten Massnahmen, unter anderem polizeilichen Kontrollen, die Auswirkungen fürs Quartier im erträglichen Rahmen halten.
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