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Donnerstag, 12.08.2010:
Prostitution entkriminalisieren!
Die Diskussion über den Zürcher Strassenstrich zeigt, dass Prostitution eine gesellschaftliche Realität ist. Auch wenn dies nur zu gerne immer wieder ausgeblendet wird. Anstatt immer neue Verbote zu fordern und Wege zu suchen um das ungeliebte Thema zu verdrängen fordert die JUSO, dass Prostitution endlich als Arbeit anerkannt und auch so behandelt wird.
Prostitution ist in der Schweiz – obwohl rege genutzt – noch immer ein moralisch geächtetes Gewerbe. Die Prostitution ist aber seit Jahrhunderten eine gesellschaftliche Realität und wird dies auch bleiben. Obwohl in der Schweiz legal, werden den Prostituierten ihre Rechte als ArbeiterInnen aberkannt. Denn es bestehen keine, oder nur mangelnde, gesetzliche Richtlinien für Beschäftigungsverhältnisse im Sexgewerbe. Darunter leiden in erster Linie die Prostituierten, welche ihren Zuhältern und Freiern schutzlos ausgeliefert sind. Die mit der Prostitution verknüpften Probleme sind aber nicht zu lösen indem man die Sexarbeiterinnen noch stärker kriminalisiert oder weiter an den Rand der Gesellschaft drängt. Man sollte in erster Linie darüber nachdenken unter welchen Bedingung das Sexgewerbe ausgeübt werden kann, sodass möglichst niemand darunter leidet.
Prostitution ist eine Arbeit und soll die entsprechenden Rechten und Pflichten haben. Die gesetzlichen Voraussetzungen müssen so geändert werden, dass es möglich wird die ArbeitnehmerInnenrechte einzufordern und einen effektiven AbreitnehmerInnenschutz zu gewährleisten. Für einen besseren Schutz könnte man beispielsweise eine bessere Infrastruktur zur Verfügung stellen und die Prostitution in Wohnungen und Häusern zulassen. Eine Entkriminalisierung könnte so auch die sich in Wohngebieten ausbreitenden Probleme mit dem Strassenstrich beikommen.
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