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Mittwoch, 30.06.2010:
So brutal ist der irre Feuer-Attentäter
Jetzt hat das Verbrechen ein Gesicht. Via Fahndungsfoto macht die Polizei Jagd auf den Mafioso, der eine Prostituierte angezündet hat.
ÖSTERREICH-Leser wissen seit gestern Bescheid, wer der brutale Täter ist, der die rassige Prostituierte Florentina M. vor der Disco Fantastic mit Feuer verstümmelt hat: Adrian Bogdan Negrei (29) aus Klausenburg bzw. Cluj aus Rumänien, ein Mafioso. Ein Informant hatte berichtet, dass Negrei als „Cretu“ (rumänisch „Lockenkopf“) „Prostituierte in Wien ausbeutet. Er hat Hunderte Frauen, die er terrorisiert.“
Seit gestern fahndet Wiens Polizei mit Fotos nach dem Mann (es gilt die Unschuldsvermutung). Auf die Spur des Rumänen dürfte die Polizei über den Chauffeur des Fluchtwagens gekommen sein: Er wurde vorübergehend festgenommen (ÖSTERREICH berichtete). Möglicherweise hat sich der Boss bereits nach Holland abgesetzt.
„Zünde jede an.“
So skrupellos ging der Rotlicht-Mafioso laut ÖSTERREICH-Infos vor: Nachdem „Cretu“ in den Niederlanden in Haft gesessen war, kam er wieder nach Wien und beorderte alle rumänischen Prostituierte, die in der Felber- und Linzer Straße stehen, zu einer Kirche in der Cumberlandstraße.
„Cretus“ Botschaft dort: Ab sofort musste jede an ihn wenigstens 100 Euro pro Woche bezahlen. „Wer nicht pariert, den zünde ich an!“ Eine Prostituierte alarmierte per Handy die Polizei – es gab einen großen Einsatz, doch aus dem Verkehr gezogen wurde der muskulöse 1,90-Meter-Hüne, der an beiden Armen tätowiert ist, nicht.
Im Gegenteil: „Cretu“ ging fortan unbehelligt seinen brutalen Geschäften nach. Im Englischen heißen solche Typen „standover men“, Verbrecher, die andere Verbrecher oder Prostituierte foltern, erpressen, ausrauben.
20 % verbrannt.
Im 13. Stock des AKH kämpft „Cretus“ Opfer, Florentina M., weiter um ihr Leben. Sie wird komplett abgeschirmt, das Zimmer von der Polizei bewacht. Nicht einmal ihre Schwester darf zu ihr. Der Grund: Aufgrund der Verbrennungen (20 % der Haut) besteht Infektionsgefahr.
Auch Florentinas Mutter ist in Rumänien inzwischen im Spital. Sie erlitt einen Kollaps, als sie erfuhr, was in Wien passiert war – sie wusste nicht, dass ihre Tochter Prostituierte ist.
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