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Sonntag, 22.08.2010:
Strassenstrich brutal: 16 Frauen misshandelt
In Zürich erhebt die Staatsanwältin jetzt Anklage gegen vier Männer und eine Frau
Zürich Während zwei Jahren hat die Zürcher Staatsanwaltschaft gegen mutmassliche Zuhälter ermittelt. Ende August kommt es nun zum Prozess gegen vier Männer und eine Frau aus Ungarn. Sie schickten junge Frauen und Mädchen in Zürich auf den Strassenstrich am Sihlquai. Vorgeworfen wird ihnen Menschenhandel und Förderung der Prostitution, aber auch Vergewaltigung, Nötigung, Körperverletzung. Die Anklageschrift gegen die teilgeständigen Ungarn ist schockierend: Sie zeigt, wie die Zuhälter vom Sihlquai die Frauen gefügig gemacht und ausgebeutet haben. Sie bezahlten Summen zwischen 800 und 7000 Franken, um sich die Prostituierten gegenseitig zu verkaufen. Eine Frau, die schwanger wurde, wurde mit Faustschlägen und Fusstritten in den Bauch misshandelt, sodass sie einen Abort erlitt. Dies alles schreibt die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklageschrift. Für die mutmasslichen Täter gilt die Unschuldsvermutung.
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